|
Ausgewählte Schweißverfahren
in ihrem Zusammenhang mit dem Betonstahlfügen:
Es werden Schweißverfahren im Wesentlichen nach der Erzeugung
des Schmelzbades am Werkstück unterschieden und für
die gebräuchlichsten Verfahren gilt nachfolgendes :
1. Das Gasschweißen,
indem eine Flamme aus einem Sauerstoff-Brenngas-Gemisch auf den
zu verschweißenden Werkstücken ein Schmelzbad erzeugt,
aber das nur relativ langsam,
wodurch ein großer Bereich erwärmt wird.
2. Das Elektroschweißen,
indem ein Lichtbogen zwischen einem gleichstromführenden
Draht / Elektrode / u.a. und dem Werkstück das Schmelzbad
erzeugt im relativ gleichen Moment des Str0mflusses.
3. Das Widerstandsschweißen,
indem die zu verbindenden Werkstücke immer aneinander liegen
und von zwei gegeneinander drückenden gleichstromführenden
Elektroden zeitgleich verschmolzen werden.
Die ersten zwei bedürfen des Zuführens von Material
im Schmelzbad, während letzteres ohne auskommt, dazu müssen
aber die zu verbindenen Werkstücke praktisch keine Lücke
aufweisen, was in den ersten zwei Verfahrensgruppen durch die
Materialzuführung ausgeglichen wird. Wesentlich für
den Schweißprozess ist aber die Zeitdauer der Erzeugung
des Schmelzbades, weil dadurch die Materialeigenschaften des Werkstückes
teilweise maßgebend beeinflusst werden. Deshalb sind in
der Reihenfolge der Aufzählung die Verfahren in Ihrer Anwendungsgüte
wertvoller. Zum anderen lassen sich in den Anwendungsfällen
nicht immer alle Verfahren gleich gut nutzen, weil Umfang und
Mobilität der Periphertechnik teilweise das verhindern.
Für das Material Betonstahl sind die Verfahrensgruppen 2.
und 3. bisher erkenntnistheoretisch und praktisch nur anwendbar.
Dabei ist das
A.
Elektroden-Hand-Schweißen wegen
seiner geringen Peripherie auf Baustellen (Gerüsten) u.ä.
sinnvoll einsetzbar und zur Behebung von Ausbesserungen u.ä.geeignet.
B.
Metall-Aktivgas-Schweißen wegen
seiner zwar mobilen aber dennoch umfangreichen Peripherie in der
werkseitigen Vorfertigung von Geflechten sinnvoll. Wesentlich
ist, dass dieses Verfahren ohne Schlackenbildung auskommt und
damit eine weitere Beschichtung (beispielsweise Verzinken u.a.)
der Werkstücke schnell möglich macht.
C.
Elektrowiderstandsschweißen zum
Verschweißen von Drahtmaterial zu standardisierten Matten-/Gitterprodukten
geeignet. Es bedarf großer maschinentechnischer Aufwendungen
und ist nur für annähernd gleich große/starke
Werkstücke (Drahtstärken) geeignet (ein maximaler Drahtstärkeunterschied
im Verhältnis 1 : 1,6 ist zulässig).
Unser Betrieb hat Kapazitäten,
Fertigkeiten und Zulassungen in den Verfahren A. und B.
|