| Das
Prinzip der angearbeiteten Schraubverbindungen wird
in der nachfolgenden Abbildung in einer konischen Form gezeigt:

Die Anarbeitung geschieht mit einer
speziell hergestellten kleinen Drehmaschine, die das Gewinde auf
den Betonstabstahl dreht. Plus der vorgefertigten und mit Momenteschlüssel
aufgeschraubten Muffe wird diese Verbindung Muffenhalbstoß
(auf der Baustelle so angeliefert) genannt und mit dem vor Ort eingeschraubten
Anschlussstab dann insgesamt als Muffenvollstoß bezeichnet.
Es gilt, dass auf- oder eingedrehte Gewinde in der offenen Form
gegen alle Einflüsse besonders zu schützen, weil eine
Verschmutzung die kraftschlüssige Verbindung hier besonders
hemmt. Die Momente zum Anziehen der Muffe sind im Vergleich zum
Gewindstahl logischerweise kleiner. Von entscheidenden Nachteil
ist aber die Einhaltung der genaue Längenpaßmaße
der Schraubverbindung, vor allem dann, wenn mehrere Stäbe über-
oder hintereinander geschraubt werden müssen (über Etagen
oder mehreren Bauteilen), oder auch dann, wenn die Verbindung über
eine Einbindung von einer vertikalen in eine horizontale Kraftlinie
(oder umgekehrt) verläuft.
Erkennbar ist der größere Durchmesser der Muffe gegenüber
dem Stab. Leicht vorstellbar ist dazu, dass die zylindrische Muffe
stärker sein muss als die konische, weil die Kraftlinien anders
verlaufen.
Positionsverbindungen kommen wie in anderen Verbindungen dann zum
Einsatz, wenn der Bewehrungsstab im Anschluss nicht gedreht werden
kann und/oder eine bestimmte Position einhalten muss. Dann muss
eine gesonderte Muffe zum Einsatz kommen, die ein Zwischenstück
als Ausgleichstück enthält, wie im Bild erkennbar :
Bei der Notwendigkeit des Einsatzes einer
Positionsverbindung ist eindeutig der Gewindestahl mit dem System
SAS 500 im Vorteil, der dafür nur eine längere Muffe zum
Ausgleich benötigt und bei Weitem ein geringeres Verschraubungshandling
zur Folge hat. Diese Logik ist dadurch gegeben, dass angearbeitete
Gewinde nur begrenzt in ihrer Schraubwirkung sein können. |