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Der Köcher
als Bewehrungskorb ist ein besonders begehrtes Objekt einer Vorleistung
auf Baustellen außerhalb der Schalung.
Also ein Vorzeigebeispiel für Standards, die vorgefertigt
werden können. Er soll sehr schnell bei Bedarf verfügbar
sein, um in die Schalung eingehoben zu werden, Einbauten vorzunehmen
und ihn zu betonieren.
Besondere Merkmale seiner Bauweise sind die ineinander vierseitig
verschlungenen Bügel (siehe Skizze). Beim genauen abstrakten
Betrachten des Köcher ist erkennbar, dass er nur mit zwei
Bügeltypen komplettiert wird. Das sind der von unten kommende
Köcherbügel (1) und der umfassende Klammerbügel
(2).
Es gilt (wie in der Treppe) für die Planung, dass unterschiedliche
Stabdurchmesser in den beiden Bügelarten alle denkbaren Statiken
abbilden lassen. Eine für die Praxis wichtige Aussage, weil
darin eine Begründung der Möglichkeit der Nur-Zwei-Bügel-Variante
liegt (vgl. auch Treppe).
Zu beachten ist hier jedoch das Durchdringen oder Umfassen der
Bügel, wobei die nachfolgenden Maßketten
eine wichtige Rolle für die Bemessung der Stegbreiten der
Bügel spielen. Es gilt für jeden Köcherkorb mit
den in der Skizze stehenden Bezeichnungen immer zu beachten :
g = c + ds x 1,13 und f = a + ds x 1,13.
Wesentlich ist, dass diese Größenzusammenhänge
in ihrer Anwendung umso bedeutungsvoller sind, je kleiner c
und je größer ds
ist, weil die Spannung in den Bügeln so hoch wird, dass damit
das Übereinanderschieben der Bügel nicht so ohne weiteres
möglich wird.
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