Mit der Wendezeit 1990 entsteht die Idee der Firma, nämlich
vorrangig die eigenen Kräfte beim Aufbau der Marktwirtschaft
in Sachsen zu mobilisieren und Anfang 1991 die Firmengründung
zur Rohstahlbearbeitung mit geringem Kapitaleinsatz.
Am 19. Juni 1991 wurde die STAHLDOK Stahl- und
Bewehrungsbau GmbH Chemnitz mit 100 TDM Stammkapital notariell
eingetragen.
Nach ersten Geschäften im Schrotthandel und der späteren
Installation erster Schweiß-, Schneide- und Biegetechniken
auf einem kleinen gemieteten Platz in der Kalkstraße Chemnitz
wurde am 30.09.1991 der erste Auftrag für
Betonstahlvorfertigung realisiert. Im Oktober schon folgte der
erste Auftrag für eine einfache Stahlbaukonstruktion.
Mit relativen Großaufträgen 1992
zum Liefern und Verlegen von Betonstahl am Bauvorhaben Arbeitsamt
Annaberg (1000t) und der Kläranlage Hartenstein (500t), konnte
sich die Firma am Markt etablieren und die Einstellung weiterer
Mitarbeiter realisieren. Die Firma bot schnell Sicherheit in den
Arbeitsplätzen ohne Liquiditätsprobleme für ca.30
Mitarbeiter. Kurzzeitig danach musste schon ein CNC-Automat von
EVG-Graz/Österreich zum Biegen von Betonstahl bis 14mm und
ein EDV-System zur Arbeitsvorbereitung von MTF-Neuenhof/Schweiz
die Arbeitsprozesse rationalisieren.
Durch die kontinuierliche Steigerung des Auftragsvolumens war
die Kapazität der Kalkstrasse Chemnitz bald nicht mehr ausreichend
und nicht erweiterungsfähig. So begann 1993
die Planung einer Erweiterung nach mehreren Baufeldangeboten am
Standort Neukirchen/Chemnitz.
Am 10.01.1994
wurde mit der Gemeinde Neukirchen/Chemnitz der notarielle Grundstückskauf
von 2,5 ha unterzeichnet und am 20.01.1994 die KÄMPFE Stahl-
und Bewehrungsbau GmbH Neukirchen mit 200 TDM Stammkapital notariell
eingetragen. Die Arbeiten am Neubau in Neukirchen erreichen ein
solches Tempo, dass noch am 03.09.94 die festliche Eröffnung
der neuen Produktionsstätte in Neukirchen durch Herrn Prof.
Kurt Biedenkopf, dem damaligen Sächsischen Ministerpräsidenten,
vorgenommen werden konnte mit Produktionsbeginn am 05.09.1994.
Im Mai 1994 kam es zur Umfirmierung der STAHLDOK
Stahl- und Bewehrungsbau GmbH Chemnitz in die STAHLDOK Verlege-
und Montage GmbH Chemnitz bei gleichem Gesellschafter.
Seit 1996
bildet der Betrieb KÄMPFE jährlich
1-3 Lehrlinge im Beruf Teilezurichter und Industriekaufman/-frau
aus.
Am 25.8.1999
musste wegen Beendigung des Mietvertrages und nicht gewährtem
Verkauf des Grundstückes Kalkstraße 43 durch die Stadt
Chemnitz die Schließung dieses Biegeplatzes veranlasst werden,
was eine Reihe von Kunden leider anders orientieren lies.
Ab Oktober 1999
war die erste Eintragung der Firmen im Internet mit den eigenen
Adressen www.kaempfe.de
und www.stahldok.de
als auch den E-Mail-Adressen info@kaempfe.de
und info@stahldok.de
perfekt.
Im Jahr 2000
wurden wesentliche Großaufträge zeitgleich realisiert,
womit der Einsatz von Subunternehmen zur besseren Ausbalancierung
der Kapazitäten fortan zum neuen Bestandteil der Firmenphilosophie
erschlossen wurde.
Zur Produkterweiterung wurde
2002 eine selbst konzipierte Fertigungsstraße
zur maschinellen Herstellung von Bohrpfahlkörben investiert.
Dies war das Ergebnis langjähriger Untersuchungen des Marktes
und analytischer Auseinandersetzungen mit der Pfahlkorbproduktion.
Ab Mai 2002 wurden zweischichtig
Pfahlkörbe in den Längen bis 25m und den Durchmesserbereichen
von 20 bis 135cm gefertigt, bei beliebiger Gestaltung der Längsstäbe
in Teilung und Stoßbereichen als auch der Wendel mit durchgehendem
Stahldraht und unterschiedlichen Steigungen am Korb.
2002 wurde die KÄMPFE Stahl- und Bewehrungsbau
GmbH als Schweißfachbetrieb
für Betonstahl und BSt mit Edelstahl zertifiziert.
2003 wird die Pfahlkorbfertigung durch Grundprinzipien
für Pfahltypen theoretisch weiterentwickelt und ins Internet
gestellt (Bedarfs- und Bestellliste). Es wurde die Vorbereitungssoftware
zur rechnergestützten Konstruktion (CAD) erweitert, womit
Pfahlkörbe und natürlich andere Geflechte nach den Wünschen
der Kunden auf Basis der Statikvorgaben cm²/m konstruiert
und gezeichnet werden können.
Am Ende 2004
gab die STAHLDOK GmbH ihre ökonomische Selbstständigkeit
auf und wurde mit der KÄMPFE GmbH notariell verschmolzen.
2006
wurde die KÄMPFE Stahl- und Bewehrungsbau GmbH Mitglied im
Institut für Stahlbetonbewehrung
e.V. Düsseldorf.
Im gleichen Jahr wurde der erste Auslandauftrag mit 300t Pfahlkörbe
für Züblin Scandinavia nach Kristiansand/Norwegen geliefert.
Seit 2007 ist KÄMPFE auch unter www.kaempfe.eu
im Internet weltweit erreichbar.
2010 wird die Hallenfläche (unten rechts)
um 50% erweitert, um die Lager- und Produktionskapazitäten
den Marktbedingungen besser anzupassen.
Für die Richtigkeit - Dr. habil. H. Kämpfe, im Juli
2010.